Junges chinesisches Physical-AI-Unternehmen mit Fokus auf Roboter für die Verkaufsfläche
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China
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Striding AI wurde Anfang 2026 in China gegründet und gehört damit zu den jüngsten Firmen im Feld der verkörperten Intelligenz. Gegründet hat sie der Seriengründer Yao Song, der zuvor das KI-Chip-Unternehmen DeePhi Tech führte und das Raumfahrtunternehmen Orienspace mitgründete; als Mitinitiatoren treten die Tsinghua-Forscherin Yu Chao und die thailändische CP Group auf. Bereits im Juni 2026 sammelte das Unternehmen knapp 100 Millionen US-Dollar in einer Angel-Runde ein, zu den Geldgebern zählen neben der CP Group auch Huaqin Technology und Jiuan Medical. Eine Angabe zur Mitarbeiterzahl und zum Hauptsitz hat die Firma bisher nicht veröffentlicht.
Im Zentrum stehen Weltmodelle für Handlungen und bestärkendes Lernen, also Software, die Roboter in unaufgeräumten Umgebungen selbst zurechtkommen lässt. Die erste eigene Hardware zeigte Striding AI im Oktober 2026: den zweibeinigen Humanoiden H1 mit rund 1,4 Metern Höhe und 26 Freiheitsgraden, den radgetriebenen Armroboter C1 für Regal- und Kassenarbeit sowie die Plattform M1, über die ganze Flotten verwaltet werden. Angekündigt ist zusätzlich ein Modell A1 für feine Handgriffe. Alle Geräte sollen in bestehende Läden passen, ohne dass Regale oder Layout umgebaut werden müssen.
Die Firma setzt nicht auf die Fabrik, sondern auf den Handel, und das unterscheidet sie von den meisten chinesischen Humanoid-Herstellern. Mit der CP Group im Rücken hat sie direkten Zugang zu einem der grössten Filialnetze Asiens, was Pilotprojekte erheblich erleichtert. Der kommerzielle Dienst ist für 2027 angekündigt, verkauft werden soll direkt oder im Abo als Robotics as a Service. Wie belastbar die Technik im Alltag ist, muss sich allerdings erst zeigen, denn bislang liegen weder Preise noch unabhängige Einsatzberichte vor.
H1
Humanoid · zweibeinig, Ladeneinsatz
C1
Radgetriebener Armroboter · Regal und Kasse
A1
Präzisionsmanipulation · angekündigt
M1
Plattform · Flottenverwaltung
Gründung Anfang des Jahres in China.
Angel-Runde über knapp 100 Millionen US-Dollar im Juni.
Vorstellung von H1, C1 und M1 im Oktober auf der APRCE in Shanghai.
In der Schweiz ist bislang kein Vertriebspartner bekannt. Der kommerzielle Dienst ist allgemein erst ab 2027 angekündigt.