Japanischer KI-Anbieter, der seine Gesprächstechnik in einen kompakten Serviceroboter überführt
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Tokio
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ZEALS wurde 2014 in Tokio gegründet und startete zunächst mit Robotikentwicklung, wechselte aber 2016 ins Chatbot-Geschäft. Damit wurde das Unternehmen zu einem der Wegbereiter des japanischen Chat-Commerce und betreut nach eigenen Angaben heute über 400 Firmenkunden. Im November 2025 kehrte ZEALS mit der Sparte Omakase Robotics zur Hardware zurück, um die eigene Gesprächs-KI in den physischen Raum zu bringen.
Das erste eigene Gerät ist der D1, ein kompakter Serviceroboter auf einem Fahrgestell mit sechs Rädern, der bewusst auf Beine verzichtet und auf japanische Innenräume zugeschnitten ist. Darüber liegen zwei Softwareschichten: Omakase OS, seit Januar 2026 als Middleware für autonome Navigation und Mensch-Roboter-Interaktion verfügbar, sowie Omakase Zen, ein Manipulationsmodell, das aus Felddaten in echten Betrieben lernt. Beide Schichten sind so ausgelegt, dass sie auch auf fremden Roboterplattformen laufen.
Japan hat die humanoide Robotik einst geprägt, ist zuletzt aber von chinesischen Herstellern überholt worden. Omakase Robotics setzt deshalb nicht auf Spektakel, sondern auf nachweisbaren Betrieb: Ende August 2026 meldete das Unternehmen den ersten Spitaleinsatz des D1 mit fünf geprüften Aufgaben über 35 Stunden. Für das laufende Geschäftsjahr sind 100 gebaute Einheiten und 10 000 kumulierte Betriebsstunden angepeilt.
D1
Radbasierter Serviceroboter · Spital und Industrie
Omakase OS
Middleware · Navigation und Interaktion
Omakase Zen
Manipulationsmodell · lernt aus Felddaten
Gründung von ZEALS in Tokio, zunächst mit Robotikentwicklung.
Wechsel ins Chatbot-Geschäft und Aufbau des japanischen Chat-Commerce.
Finanzierungsrunde über insgesamt fünf Milliarden Yen, unter anderem mit Salesforce Ventures und Japan Post Capital.
Start der Robotiksparte Omakase Robotics im November.
Omakase OS im Januar verfügbar, Vorstellung des Roboters D1 am 5. August, erster Spitaleinsatz Ende August.
Kein Vertriebspartner in der Schweiz bekannt. Verkauf und Pilotprojekte laufen bisher über den Hersteller in Japan.