Koreanischer Industriehumanoid-Hersteller, der auf Hände statt Beine setzt
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Seoul
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Holiday Robotics wurde 2024 in Seoul von Song Ki-young gegründet, der zuvor das auf industrielle Bildverarbeitung spezialisierte Unternehmen SUALAB aufgebaut und verkauft hatte. Die Firma entwickelt Humanoide für reale Fabrikarbeit und baut dafür Hardware, Simulation, Lernverfahren und Betriebssoftware bewusst im eigenen Haus.
Einziges Produkt ist bisher FRIDAY, ein radbasierter Humanoid mit 64 Freiheitsgraden, von denen 40 auf die Greifhände entfallen. Dazu kommen taktile Sensorik, zurücktreibbare Gelenke, eine Rundumwahrnehmung aus Kameras und Lidar sowie im Betrieb wechselbare Akkus. Statt einer durchgehenden Ende-zu-Ende-Steuerung verfolgt die Firma einen Vision-Language-Skill-Ansatz, bei dem einzelne Fertigkeiten getrennt geprüft und danach zu komplexen Abläufen kombiniert werden. Ergänzend betreibt Holiday eine eigene Simulationsumgebung und ein Labor für den Aufbau wiederverwendbarer Fähigkeiten.
Im Juli 2026 sammelte Holiday rund 105 Millionen US-Dollar in einer Serie-A-Runde ein, nach eigenen Angaben die grösste Runde dieser Art eines koreanischen Start-ups. Erste Pilotprojekte laufen nicht öffentlich mit Partnern aus Automobil-, Halbleiter- und Logistikbranche. Die Kommerzialisierung ist für das zweite Halbjahr 2026 angekündigt, zunächst mit rund hundert Einheiten pro Jahr.
FRIDAY
Radbasierter Humanoid · Industrie
Gründung in Seoul durch Song Ki-young, zuvor Gründer der Bildverarbeitungsfirma SUALAB.
Serie-A-Runde über rund 105 Millionen US-Dollar im Juli, angekündigte Kommerzialisierung von FRIDAY im zweiten Halbjahr.
Kein Schweizer Vertriebspartner bekannt, Anfragen laufen direkt über den Hersteller.