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Markt8. Oktober 2026

Roboter-Trainingsdaten: Mecka filmt Menschen bei der Arbeit und verdient damit mehr als die Roboterbauer

Mecka AI hat am 7. Oktober 60 Millionen Dollar eingesammelt, angeführt von Sequoia, mit Nvidia, Qualcomm und Samsung an Bord. Die Firma baut keine Roboter, sondern bezahlt Menschen dafür, sich bei der Arbeit zu filmen, und verkauft die Aufnahmen als Trainingsmaterial. Nach eigenen Angaben setzt sie damit mehr um als die Hersteller, die sie beliefert.

Roboter-Trainingsdaten: Mecka filmt Menschen bei der Arbeit und verdient damit mehr als die RoboterbauerSymbolbild · KI-generiert

Mecka AI hat am 7. Oktober 60 Millionen Dollar eingesammelt, angeführt von Sequoia, mit Nvidia, Qualcomm, Samsung und Microsofts M12 im Boot. Die zwei Jahre alte Firma aus Toronto und New York baut keine Roboter. Sie bezahlt Menschen dafür, sich bei der Arbeit und im Haushalt zu filmen, und verkauft die Aufnahmen als Trainingsmaterial. Nach eigenen Angaben lag der Jahresumsatz im Juni hochgerechnet über 100 Millionen Dollar.

Ein Datenlieferant setzt damit mehr um als die Roboterbauer, die er beliefert: Agility Robotics, auf dem Weg an die Nasdaq, wies für 2025 einen Nettoumsatz von 1,78 Millionen Dollar aus. Brisant ist der Rohstoff selbst. Seit Build AI im April rund eine Million Stunden Ego-Videos offen ins Netz gestellt hat, kostet Massenware fast nichts.

Verkauft wird die Ich-Perspektive. Körpersensoren schreiben Handbewegungen, Gang und Haltung mit, ein Smartphone filmt nach vorn, aufgenommen wird in Wohnungen, Gastroküchen, Chemielabors und Metallwerkstätten. Ein eigenes Labor rechnet das flache Video anschliessend in dreidimensionale Raumdaten um. «Bewegung, Kontakt, Kraft und Geometrie stehen nicht im Internet», schreibt die Firma. «Man kann sie nicht abgreifen, nicht lizenzieren und nicht kaufen.» Genau darauf beruht der Preis.

Der Datensatz heisst EgoVerse und liegt seit April als Fachaufsatz offen: 1362 Stunden, 1965 Aufgaben, 2087 Personen vor der Kamera, mitverfasst unter anderem von Forschenden der ETH Zürich, von Stanford und vom MIT. Dieselbe Arbeit liefert das Gegenargument mit. Die Gruppe hat den Übergang vom Menschen zur Maschine in mehreren Labors und auf verschiedenen Roboterkörpern nachgemessen. Mehr menschliche Daten helfen, aber nur, wenn sie zum Lernziel des Roboters passen. Eine menschliche Hand hat fünf Finger und Tastsinn, ein Robotergreifer zwei Backen.

Das ist die wunde Stelle des Geschäfts. Build AI hat im Dezember 100'000 Stunden Aufnahmen von 14'228 Fabrikarbeitern veröffentlicht und im April noch einmal rund eine Million Stunden, beides gratis. Teuer bleibt nur die Teleoperation, bei der ein Mensch den Zielroboter direkt führt: 50 bis 200 Dollar pro Stunde, weil diese Daten exakt zum Körper der Maschine passen. Mecka verkauft die Lücke dazwischen. Wie breit sie bleibt, entscheidet nicht die Firma, sondern die Modellforschung.

Für die Schweiz hängt daran mehr, als die Distanz vermuten lässt. Die ETH Zürich sitzt mit am Datensatz, und die hiesigen Roboterbauer brauchen genau dieses Material: ANYbotics, Hexagon mit dem Humanoiden Aeon, Neura Robotics mit seinem wachsenden Zürcher Standort. Eine eigene Aufnahmeflotte betreibt keiner von ihnen. Wer eine aufbauen wollte, zahlt Schweizer Stundenansätze und muss klären, was das revidierte Datenschutzgesetz erlaubt, wenn in Privatwohnungen gefilmt wird und unbeteiligte Personen ins Bild geraten.

Die Rechnung dahinter ist unangenehm einfach. Ein Humanoide ist heute Hardware, die sich bestellen lässt, in China ab wenigen zehntausend Franken. Was er kann, hängt daran, wie oft ihm jemand etwas vorgemacht hat. Deshalb fliesst das Geld dorthin, wo diese Erfahrung entsteht, und nicht zu dem, der die Gelenke verschraubt. Nvidia hält an beiden Enden Anteile, bei Figure wie bei Mecka.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft. Das Beitragsbild ist ein mit KI generiertes Symbolbild und kein Pressefoto.