Der Autozulieferer Schaeffler nimmt bis 2032 mindestens tausend humanoide Roboter ab. Gebaut werden sie in Zürich, von der Robotics-Division des Messtechnikkonzerns Hexagon. Es ist die grösste bekannte Serienbestellung für Humanoide in Europa, und das Gerät ist noch nicht einmal fertig.
Symbolbild · KI-generiertDer Autozulieferer Schaeffler nimmt bis 2032 mindestens tausend humanoide Roboter ab, verteilt über sieben Jahre und das gesamte Werksnetz. Gebaut werden sie in Zürich. AEON heisst die Maschine, entwickelt und montiert von der Robotics-Division des Messtechnikkonzerns Hexagon. Im Gegenzug liefert Schaeffler die Hochpräzisions-Aktuatoren, also ausgerechnet die Gelenke. Angekündigt wurde der Ausbau der Partnerschaft am 22. April.
Es ist die grösste bekannte Serienbestellung für Humanoide in Europa, und sie geht weder in die USA noch nach China. Brisant daran: Das Gerät ist noch nicht fertig. Als kaufbares Produkt soll AEON erst Ende dieses Jahres verfügbar sein.
Bei BMW läuft seit diesem Sommer die eigentliche Pilotphase im Werk Leipzig, in der Hochvoltbatterie-Montage und der Komponentenfertigung. Es ist der erste Einsatz eines Humanoiden in einer deutschen Fabrik überhaupt. Vorausgegangen waren Labortests, ein erster Testeinsatz im Dezember 2025 und ein zweiter ab April.
Technisch fällt AEON aus dem Rahmen, weil er nicht läuft, sondern auf Rädern fährt. Das ist keine Sparversion, sondern eine Rechnung: Räder sind in der Halle stabiler, sparsamer und schnell genug. Greif- und Scanwerkzeuge lassen sich wechseln. Weil Hexagons Kerngeschäft die Messtechnik ist, soll der Roboter Teile nicht nur bewegen, sondern auch prüfen. Diese Anwendung kommt ab Ende Jahr dazu.
Zürich wurde wegen des Umfelds gewählt, vor allem wegen der ETH und der Leute, die von dort kommen. Hexagon selbst ist ein schwedischer Konzern, kotiert in Stockholm, mit rund 24'800 Angestellten in 50 Ländern. Die Skalierung der Fertigung ist für 2027 geplant. Dann zeigt sich, ob Zürich Entwicklungsstandort bleibt oder auch Fabrik wird.
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