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Markt30. Juli 2026

Tür zu: Die USA verbieten neue Roboter aus China

Die amerikanische Telekomaufsicht FCC hat den Import neuer humanoider Roboter und Roboterhunde aus China per sofort verboten. Betroffen ist vor allem Unitree. Damit wird Europa zum wichtigsten offenen Markt für Chinas Roboterindustrie, mit Folgen auch für die Schweiz.

Tür zu: Die USA verbieten neue Roboter aus ChinaSymbolbild · KI-generiert

Der Entscheid kam am Dienstag und galt sofort. Die amerikanische Telekomaufsicht FCC hat humanoide Roboter und vierbeinige Roboterhunde aus chinesischer Produktion auf ihre Verbotsliste gesetzt. Neue Modelle dürfen nicht mehr in die USA eingeführt werden. Nur Geräte, die bereits eine Zulassung für den amerikanischen Markt besitzen, bleiben vorerst erlaubt, wobei die Behörde auch diese Bewilligungen widerrufen kann.

Die Begründung liest sich wie ein Kapitel aus einem Thriller. Die Geräte könnten Daten sammeln, die ausländische Nachrichtendienste nutzen, um Amerikaner zu überwachen, oder sie liessen sich aus der Ferne kapern, schreibt die FCC. Ganz aus der Luft gegriffen ist die Sorge nicht: Moderne Humanoide tragen Kameras, Mikrofone und Funkmodule am Körper und hängen für Updates permanent am Netz. Wer die Software kontrolliert, kontrolliert die Maschine.

Getroffen wird vor allem ein Unternehmen: Unitree aus Hangzhou, der mit Abstand grösste Exporteur von Roboterhunden und günstigen Humanoiden. Das Pentagon hat die Firma erst kürzlich auf eine Liste von Unternehmen gesetzt, denen es Verbindungen zum chinesischen Militär vorwirft. Peking bestreitet das. Pikant ist die Sache auch für Nvidia, dessen Chips in vielen Unitree-Maschinen stecken. Der Schlag sitzt tief, denn China dominiert den Weltmarkt für humanoide Roboter mit einem geschätzten Anteil von rund 85 Prozent.

Die Reaktion aus Peking folgte prompt. Die chinesische Botschaft in Washington forderte die USA auf, damit aufzuhören, chinesische Firmen zu diffamieren und mit Sanktionen zu bedrohen. Man werde alle nötigen Massnahmen ergreifen, sollte chinesischen Interessen erheblicher Schaden entstehen.

Das Importverbot ist kein Einzelfall, sondern Teil einer Strategie. Auf derselben Verbotsliste landeten auch chinesische Wechselrichter für Solaranlagen und Rechenzentren. Washington will kritische Technologie ins eigene Land holen, und die heimischen Roboterhersteller nehmen die Vorlage dankend an: Tesla will die Produktion seines Optimus hochfahren, Figure AI und Agility Robotics fertigen bereits in amerikanischen Werken.

Für Europa stellt sich damit eine unbequeme Frage: Wohin fliessen Chinas Roboter, wenn der amerikanische Markt zu ist? Die Antwort liegt auf der Hand. Europa wird über Nacht zum wichtigsten offenen Absatzmarkt für eine Industrie, die auf Masse getrimmt ist und ihre Stückzahlen irgendwo loswerden muss. Sinkende Preise und ein grösseres Angebot dürften die Folge sein, auch in der Schweiz, wo chinesische Maschinen längst angekommen sind: Unitree-Plattformen stehen in Hochschullabors, Serviceroboter aus chinesischer Produktion bedienen in Restaurants und Hotels.

Gleichzeitig importiert Europa mit den Maschinen auch die Sicherheitsdebatte. Was Washington als Risiko einstuft, lässt sich in Bern und Brüssel nicht einfach ignorieren. Wer heute einen vernetzten Roboter in einer Fabrik, einem Spital oder einem Hotel einsetzt, wird sich künftig öfter die Frage anhören müssen, wessen Software eigentlich darin läuft und wohin die Daten gehen. Das Rennen um die Humanoiden wird nicht mehr nur über Technik entschieden, sondern zunehmend über Vertrauen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft. Das Beitragsbild ist ein mit KI generiertes Symbolbild und kein Pressefoto.