Chinas Marktführer AGIBOT hat seinen 15'000sten Roboter gebaut, das jüngste Modell ein fahrbarer Halb-Humanoid für die Fabrik. Bemerkenswert ist vor allem das Tempo der Serienfertigung. Während im Westen über Prototypen geredet wird, entscheidet sich gerade in China, wer bei Robotern die Stückzahlen und damit die Kosten beherrscht.
Symbolbild · KI-generiertAm 28. Juni lief bei AGIBOT der 15'000ste Roboter vom Band. Die Zahl an sich ist schon bemerkenswert, das Tempo dahinter ist es mehr. Von 5'000 auf 10'000 Stück brauchte das Unternehmen aus Shanghai nur drei Monate.
Das Jubiläumsmodell heisst G2 und ist kein klassischer Humanoid, der auf zwei Beinen läuft. Es ist ein fahrbarer Roboter mit menschenähnlichem Oberkörper und zwei Armen, gebaut für Aufgaben in der Fabrik. Genau diese Bauart, Rumpf und Arme auf einer rollenden Basis, gilt vielen als der pragmatische Zwischenschritt: weniger spektakulär als ein gehender Humanoid, aber robuster, günstiger und heute schon einsetzbar.
AGIBOT ist dabei keine Randerscheinung. Laut dem Marktforscher Omdia war die Firma 2025 weltweit die Nummer eins bei Humanoiden-Auslieferungen, mit gut 5'000 Stück und einem Anteil von 39 Prozent. Ende Juni liess das Unternehmen seinen G2 rund hundert Stunden lang per Livestream in einer Fabrik arbeiten, wo er Tablets prüfte und neben menschlichen Mitarbeitenden im Takt der Produktion mitlief.
Der eigentliche Punkt ist die Verschiebung, die sich dahinter abzeichnet. In den USA und Europa drehen sich viele Schlagzeilen um beeindruckende Prototypen und grosse Finanzierungsrunden. In China geht es zunehmend um Stückzahlen. Wer Roboter zu Tausenden baut, sammelt Erfahrung, drückt die Kosten und füttert seine KI mit Daten aus echtem Betrieb, ein Vorsprung, der sich selbst verstärkt.
Für Schweizer Betriebe ist das zweischneidig. Einerseits werden brauchbare Roboter dadurch schneller verfügbar und über die Zeit wohl auch günstiger. Andererseits sitzt die Fertigung, und damit das Know-how, immer deutlicher in Asien. Wer hierzulande Roboter beschafft, wird sich daran gewöhnen, dass die spannendsten Geräte aus China kommen, ähnlich wie man es von der Unterhaltungselektronik längst kennt.
Noch sagt eine Produktionszahl nichts darüber, wie gut diese Roboter im Alltag wirklich sind. Aber sie sagt etwas über die Richtung. Die Frage ist nicht mehr, ob sich Humanoide in Serie bauen lassen, sondern wer am Ende das Tempo vorgibt. Im Moment gibt es darauf eine ziemlich klare Antwort.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft. Das Beitragsbild ist ein mit KI generiertes Symbolbild und kein Pressefoto.