Der chinesische Hersteller UBTech verkauft die U1 als humanoiden Begleiter mit Silikonhaut und gefühlslesender KI. Treppen steigen kann sie nicht, den Abwasch macht sie auch nicht. Wofür sie dann gedacht ist, lassen Hersteller und Fachpresse erstaunlich offen durchblicken.
Symbolbild · KI-generiertFast 4000 Vorbestellungen in zehn Tagen, hinterlegte Anzahlungen von über zehn Millionen Yuan. Man könnte meinen, China habe gerade einen Roboter entdeckt, der die Wäsche macht. Hat es nicht. Die U1 von UBTech kann weder Treppen steigen noch den Haushalt schmeissen, dafür ist sie laut Hersteller ausdrücklich nicht gebaut. Sie steht, sitzt, steht wieder auf und redet mit einem. Das war es im Wesentlichen.
Was sie sonst noch kann, beschreibt UBTech mit bemerkenswerter Ernsthaftigkeit. Die U1 trägt eine Haut aus Silikon, echtes Haar und ein Gesicht, das Regungen zeigt. Sie gibt es in einer weiblichen und einer männlichen Ausführung, die eine 168 Zentimeter, die andere 183, ganz nach Geschmack. 88 Gelenke sorgen für Bewegung, der Akku hält zwei bis vier Stunden, was ungefähr der Aufmerksamkeitsspanne eines durchschnittlichen ersten Dates entspricht. Die Software liest Tonfall, Mimik und Sprechtempo, schätzt daraus die Stimmung und reagiert passend. Sie merkt sich, was man sagt, verschlüsselt und nur auf dem Gerät, denn Diskretion ist bei besonderen Bedürfnissen bekanntlich alles.
Offiziell heisst das emotionale Begleitung. Die internationale Presse hat sich mit dieser Umschreibung gar nicht erst lange aufgehalten und das Kind beim Namen genannt, irgendwo zwischen Gesellschaft gegen die Einsamkeit und dem, was man früher noch verschämt im Versandkatalog ganz hinten suchte. UBTech selbst bleibt vornehm vage und spricht lieber von Nähe und Zuwendung. Bei rund 30000 Dollar pro Stück, der Preis ist noch nicht final, darf man diese Vornehmheit als gut bezahlt bezeichnen.
Aus Schweizer Sicht ist die U1 vorerst ein Kuriosum, kein Kaufangebot. Aber die Nachfrage in China sagt etwas darüber aus, wie gross der Markt für künstliche Zuwendung offenbar ist, und über die Frage, was Menschen bereit sind, dafür auszugeben. Im Referenzkatalog von robothub24 ist die U1 ab sofort als Steckbrief verzeichnet, ganz nüchtern, neben den Industrierobotern, die wenigstens noch vorgeben, arbeiten zu wollen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft. Das Beitragsbild ist ein mit KI generiertes Symbolbild und kein Pressefoto.